Anfertigung und Bau metallischer Strukturen

Unter Industrieeinrichtungen versteht man all die Mittel, die für Fertigungsprozesse erforderlich sind.

Industrieeinrichtungen sind die Grundlage für den Betrieb jeglicher Industrie und sogar unabdingbar zur Erfüllung unserer täglichen Grundbedürfnisse.

Unter den wichtigsten Industrieeinrichtungen kann man folgende nennen:

Metallische Struktur: Nach Erledigung der erforderlichen Vorarbeiten kann man mit der eigentlichen Anfertigung der metallischen Struktur beginnen. Diese Aufgabe besteht aus zwei Phasen: Die Herstellung in der Werkstatt und die Montage an der Baustelle. Metallische Strukturen werden vorgefertigt, d.h. sie werden nicht an der Baustelle gefertigt, sondern werden in einer Werkstatt vorgefertigt und anschliessend zur Baustelle transportiert.

Erster Schritt in der Herstellungsphase ist die Anfertigung von Schablonen in Masstab 1:1 und aus einem nicht verformbaren Material; die Schablonen müssen die Kennzeichnung des Elements wie in den Bauplänen aufweisen, sowie die Elementspezifikationen.

Anschliessend werden die Grundformen für jedes Element durch Streckung, Reckung und Biegung erstellt; die Oberflächen werden vorbereitet und gesäubert, so dass sie für die nächsten Schritte geeignet sind. Es ist empfehlenswert, die Verformungsarbeiten mittels Pressen und Rollen kalt durchzuführen; falls sie nicht kalt ausgeführt werden können, muss berücksichtigt werden, dass die Erwärmung nicht direkt und in kurzer Zeit zu erfolgen hat, sondern mittels eines Ofens oder einer Schmiede erfolgen soll.

Nachdem die Elemente die erforderliche Grundform erreicht haben, werden die Stellen gekennzeichnet, an denen geschnitten oder gebohrt werden soll. Bohrungen und Schnitte werden ausgeführt, so dass die Endform erreicht wird.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist es notwendig, Werkzeuge wie Sägen, Trennscheiben, Blechtafelscheren und Brennschneider einzusetzen.

Mit den fertigen Bauteilen wird in der Werkstatt eine Probe der metallischen Struktur durchgeführt, um zu überprüfen, dass die Elemente den erforderlichen Widerstand haben, und dass sie gegenseitig zueinander passen.

Als nächster Schritt werden die Oberflächen erneut gesäubert und anschliessend mit einem zinkreichen Überzug aus Ethylsilikat von 70-75 µm Schichtdicke versehen. Der letzte Schritt vor dem Transport zur Baustelle ist die nötige Kennzeichnung der Einzelteile mit der den Bauplänen entsprechenden Nummer, so dass man sie bei der Montagearbeit leicht identifizieren kann.

Die zweite Phase, d.h. die Montage an der Baustelle, beinhaltet die Erstellung eines Montageplans, der sämtliche Montageschritte, deren Reihenfolge und die erforderlichen Zeiten angibt, sowie die erforderlichen Werkzeuge, das durchzuführende Personal, die Kontrollen und Überprüfungen, die erforderlich sind, um die richtige Funktionsweise der metallischen Struktur zu gewährleisten.

An der Baustelle beginnt dann die Anlieferung und Lagerung der Elemente. Wir haben schon mehrmals erwähnt, dass die Elemente entsprechend der Baupläne nummeriert werden: Die Lagerung der Elemente muss dieser Nummerierung folgen, weil dies die spätere Montage vereinfacht. Es ist wichtig, dass während dieser Phase jeglicher Schaden an den Bauteilen behoben wird, der während des Transports entstanden sein könnte.

Schliesslich kommt es zur Montage: Über die Fundamente werden die Säulen angebracht, die an der Basis verkeilt werden; dann werden die Träger angebracht und alle Säulen zur Fluchtung und ins Lot gebracht; der Raum zwischen Säulenfuss und Fundament wird mit Zement oder Beton gefüllt; alle Bauteile werden laut Planung der metallischen Struktur angebracht, ohne dabei endgültig zu verschrauben oder zu schweissen, bis überprüft wird, dass die Struktur den Bauplänen entspricht.