Geomembranen

Bei industriellen Fertigungsprozessen besteht oft die Notwendigkeit, den Fluss von Flüssigkeiten aus einem Bereich in einen anderen zu vermeiden, sei es um Leckagen zu vermeiden, oder um die Verschmutzung der Flüssigkeit bei einem Teilprozess zu verhindern.

Die Anwendung von Geomembranen bietet eine gute Option, um die Undurchlässigkeit zu erreichen und die Flüssigkeit daran zu hindern, sich auszubreiten. Geomembranen sind undurchlässige Gewebe aus Polymeren, die üblicherweise als biegsame Folien oder als Rollen hergestellt werden. Eine Geomembrane besteht aus Polyethilen niederer Dichte für hohe Beanspruchung und industrielle Verwendung (LDPE).

Eine Variante der Geomembranen, die hochbiegsame Membrane aus Polyethilen niederer linearen Dichte (LLDPE), wird aus reinem Polyethilenharz hergestellt und wurde spezifisch für die Herstellung von biegsamen Geomembranen konzipiert. Besondere Merkmale sind ihr hohes ein- und mehrachsiges Dehnungsvermögen, was sehr vom Nutzen ist, wenn man Anwendungen mit hohen Senkgradienten zu erwarten hat.

Geomembranen findet man in einer Anzahl verschiedener Präsentationen und unterschiedlicher physischer und mechanischer Eigenschaften sowie chemischer Beständigkeit, gezielt auf die Erfüllung eines breiten Anwendungsspektrums konzipiert. Unter den Vorteilen, die Geomembranen anbieten, findet man die hohe Beständigkeit vor Witterungsverhältnissen und eine sehr lange Lebensdauer. Verschiedene Kombinationen aus physischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften haben es ermöglicht, mehrere geosynthetische Materialien zu entwickeln, um ein breites Spektrum an Anwendungen abzudecken.

Die Hauptanwendungen von Geomembranen sind: in Mülldeponien, um zu verhindern, dass die flüssigen Absonderungen in unterirdische Wasserströme hineingelangen; bei Bewässerungskanälen als Wandabdeckung zur Vermeidung von Wasserverlust; bei Verdunstungsanlagen, bei industriellen Sedimenten oder Sammelbecken; als Schutz für Betonstrukturen; bei Wasseraufbereitungsanlagen; im Erdbau zur Vermeidung von Flüssigkeitseindringung und entsprechende Einsturzgefahr.

In der Erdölindustrie entstehen unterschiedliche Flüssigkeiten, die auf Grund ihres unweltverschmutzenden Potenzials in Sammelbecken zur Weiterbehandlung und vor deren Entlagerung zwischengelagert werden müssen. Diese Sammelbecken, die Sicherheitsdämme und die Tanks zur Lagerung gefährlicher Abfälle werden mit einer Geomembrane abgedeckt und dienen dadurch als primäre oder sekundäre Eindämmungsmöglichkeit im Falle von Leckagen.

Zur Wahl der richtigen Geomembrane muss man die Anwendung und die Nutzungsverhältnisse kennen, die Oberflächenbeschaffenheit, worauf sie aufgespannt wird, die Art der Flüssigkeit oder Inhalt und die Geometrie des Bauvorhabens, da all diese Faktoren die Eigenschaften der Geomembrane bestimmen, wie Lebensdauer, Flexibilität, chemische und mechanische Beanspruchung.